Mit einem Remis gegen Bertram Konert verpasste Stefan Ewert die große Chance mit einem halben Punkt Vorsprung in die letzte Runde am 11. Juni zu gehen. Nach Feinwertung führt immer noch der punktgleiche Hans-Jürgen Bade, der in der 6. Runde eine hoffnungslos verlorene Stellung remisieren konnte. Dies grenzte an ein Wunder, zeigt aber, dass überwiegend sehr gutes Schach gespielt wird.
Schönes Qualleopfer

Leider liegt die Partie von Stefan und Bertram nicht vor. Das kann aber vielleicht nachgeholt werden. Auf jeden Fall war es ein Abend, der offenbar starke Nerven benötigte. Zu recht wird die vorletzte Runde eines Turniers nach Schweizer System als Killer-Runde bezeichnet. Besonders in Turnieren mit weniger als neun Runden. Besonders häufig scheitern Favoriten, die den Turniersieg eigentlich schon eingetütet haben, an ihren Nerven. In Hajos Partie war es anders: sein Gegner spielte von Anfang an stark. Der 72-Jährige Schach aus Saerbeck opferte eine „Qualle“, um seinen Freibauern auf e6 zu halten. Und das war entscheidend. Eigentlich…
Im Finale kann sehr viel passieren!
Die Tabelle verspricht ein Spektakel in der Schlussrunde. Auch wegen der Buchholz-Punkte. Die Verfolger haben nur geringe Chancen. Verlieren Hajo und Stefan ihre Partien, könnte sich Thomas Düvel mit einem Sieg auf Platz 1 katapultieren. Remisieren beide, würde immerhin der geteilte 1. Platz winken. Auch Bertram Konert hat eine theoretische Chance, die aber nur greift, wenn er SF Düvel schlägt und die beiden Führenden verlieren.


