Nein, nicht der Sieger war überraschend. Es war die Teilnahme unseres langjährigen Mannschaftskameraden und Mitspielers Stefan Röhrich. Stefan hat wieder mehr Zeit zum Schachspielen und kam gestern zu Besuch, um in einem starken Feld mitzuspielen.
Favoriten sind nicht immer unschlagbar
Nominell gab es dabei zwei Topfavoriten: FM Hannes Ewert und FM Ingo Gronde. Der Turnierverlauf begann kurios, denn beide verloren in den ersten beiden Runden gegen den Berichterstatter. Plötzlich machten sich mehrere Spieler Hoffnungen auf den Turniersieg. Für den Berichterstatter war es eher ein Strohfeuer, denn bereits in der dritten Runde verlor er gegen den starken Max Stiller, der endlich wieder den Weg zum Blitzcup fand.

Einen Durchmarsch ließ danach Hannes folgen. Nach der Auftaktniederlage gewann er im Meisterstil alle folgenden Partien und sicherte sich zum zweiten Mal in dieser Saison den Turniersieg. Brutal starke Leistung.
Der zweite Platz war deutlich umkämpfter, denn Ingo erwies sich nicht als unschlagbar und gab neben den zuvor erwähnten Niederlagen (gegen Hannes und den Berichterstatter) noch ein Remis gegen Max ab. Das nutzte der ebenfalls formstarke Locke aus, um mit Ingo gemeinsam den zweiten Platz zu teilen. Beide erzielten 4,5 Punkte.
Herzlichen Glückwunsch!
Den vierten Platz sicherte sich Max Stiller, der 3,5 Punkte erzielte und ein richtig starkes Turnier mit schönen Partien ablieferte.
Der fünfte Platz wurde geteilt zwischen den beiden Stef/phans im Feld. Stefan Röhrich und Stephan Niendieker erzielten jeweils 3 Punkte. Stefan (Archivfoto) zeigte bei seiner Rückkehr, dass er schachlich trotz seiner längeren Pause nichts verlernt hat: Starke Theoriekenntnisse, tolles Stellungsverständnis! Und blitzschnell spielte Stefan auch.
Stephan Niendieker holte nach den Auftaktsiegen noch zwei Remise, aber auch zwei Verlustpartien auf Zeit in ordentlicher bis guter Stellung. Zudem musste er gegen Max eine Mattniederlage hinnehmen.
Joachim Rein erzielte 2,5 Punkte und wurde damit Siebter. Mehr wäre möglich gewesen, aber in dem starken Feld ist das nicht selbstverständlich.
Tom Spierenburg kam sportlich angeschlagen ins Spiellokal und weckte mit seiner Knieverletzung Erinnerungen an Alireza Firouzia beim Super-GM-Turnier in Rumänien. Ein Punkt und einige stark vorgetragene Partien waren das Ergebnis.

Im Gesamtklassement übernahm Joachim nun die Führung vor dem Berichterstatter. Beide haben aber bereits 4 Turniere mitgespielt. Mit Christian Böttcher und Hannes liegen drei Spieler mit nur zwei Teilnahmen dahinter auf der Lauer.

Fotos: © Hellern-Archiv
