Schach und Würfel? War da nicht einmal ein prominierter Fußballer, der uns mit dem Ausspruch „Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel!“ irritierte? Dann wurde bekannt, dass der Mastermind einer Satireshow den legendären Blödsinn erfunden hatte. Wie auch immer: Würfeln beim Schach kann absolut sinnvoll sein. Das zeigte die 3. Runde der aktuellen Vereinsmeisterschaft.
Mr. 100% führt nach drei Runden
Nach zwei Runden führte Stefan Ewert dank besserer Buchholz-Wertung die Tabelle an. Eine Runde später musste er mit Schwarz gegen den Mehrfach-Meister antreten. Etwas war klar: Wer gewinnt, der wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Open-Gewinner und Vereinsmeister.
Würfel hätten beide gebraucht. Weil es Stellungen gab, in denen mehrere offenbar gleichwertige Fortsetzungen möglich waren. Zieht man den e-Bauern ein Feld nach vorne oder gar zwei? Gibt man ein Schach oder hebelt man die Stellung auf? Warum nicht würfeln, statt zu grübeln? Immerhin hat man eine Fifty-Fifty-Chance!
Spaß beiseite. Am Ende gewann Hajo, weil er die aktivere Stellung hatte. Stefan verteidigte sich clever, hatte aber zu keinem Zeitpunkt gefährliches Gegenspiel. Nun ist Hajo auf dem besten Weg, seinen vielen Titeln einen weiteren hinzuzufügen. Ohne Würfel.



