Verbandsliga: Ein erfreulicher Spieltag!

Auch in der Verbandsliga wurden die Uhren zurückgedreht. Das Heimspiel am Sonntag war nicht Teil der 8. Runde, sondern katapultierte unsere Zweite in die 4. Runde. „Zurück in die Zukunft“: den Film kennt fast jeder. Und nun „Vorwärts in die Vergangenheit.“ Was er davon hält und wie sich unsere leidgeprüfte Zweite gegen den Tabellenzweiten geschlagen, das verrät MF Joachim Rein in seinem Gastbeitrag.

Alarm im Clubheim!

Joachim Rein

Am letzten Sonntag spielten wir zu Hause gegen Ammerland 2. Vielleicht lag es an dem Umstand, dass wir ein Heimspiel hatten – aber wir konnten auf jeden Fall eine wirklich schlagkräftige Mannschaft aufbieten. Zwar fehlten mit Dominik Suendorf und Thomas Grosser zwei Spieler, die jedoch mit André Böhme und dem frischen gekürten Pokalsieger Ramin Kaberi stark ersetzt werden konnten.

Zu Beginn testete der Berichterstatter erst einmal die Alarmanlage im Clubhaus. Sie funktioniert wirklich ausgezeichnet. Franz brachte das leider einige Extraarbeit, um diese wieder zum Schweigen zu bringen. Vielen Dank noch einmal für deinen Einsatz, Franz! Die Rahmenbedingungen wären sonst auf die Dauer anstrengend geworden. Zu erwähnen wäre an dieser Stelle, dass die angenehmen Spieler des Gegners freundlich und gelassen mit der Situation umgingen. Besten Dank auch dafür!

Und dann ging es los. Und wir führten sofort 1:0, da die Ammerländer nur zu siebt antraten. Leider hatte ausgerechnet Patrick erneut keinen Gegner.

Nach einiger Zeit machte ich dann meinen ersten Rundgang, um mir einem Überblick zu verschaffen. Es standen alle wirklich vielversprechend. Ein ungewohntes Erlebnis in dieser von Personalproblemen reichen Saison. Der Einzige, der bedenklich stand, war ich selbst. André, Michael und Ramin standen dagegen auf Gewinn, Jürgen und Uwe eher besser und Franz ausgeglichen. Wenig später gewannen erst André und dann Michael sicher zu einer beruhigenden 3:0-Führung.

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Brett in Flammen – aber kein Alarm!

Bei meinem nächsten Rundgang sahen einige Bretter anders aus. Bei Uwe stand das Brett in Flammen. Die Stellung war ein Fest für Taktikfreunde – der Ausgang vollkommen offen! Ein Remis erschien ausgeschlossen. Bei Ramin war die Stellung gekippt und er stand mit einer Figur weniger nach meinem Eindruck auf Verlust. Franz war mit einem Bauern ins Hintertreffen geraten und kämpfte um den Ausgleich. Jürgen stand stabil besser und versuchte den Vorteil zu verdichten. Ein Remis-Angebot hatte er im Mannschaftssinn abgelehnt – vorbildlich!

Dann endete die Partie von Ramin remis. Warum habe ich nicht mitbekommen. Ebenso quälte ich mich ohne jemals eine Spur von Initiative gehabt zu haben ebenfalls zum Remis. (Einspruch d. Red.: Joachims Gegner konnte in letzter Sekunde seinen vulnerablen h-Bauern retten. Folglich müssen alle vorangegangenen Ereignisse das Ergebnis einer tief in der Stellung schlummernden Initiative gewesen sein. Na ja, auf jeden Fall ein paar…:-)

Alternativer Nachspiellink

Franz verlor leider und so war es an Jürgen oder Uwe, den Sieg zu sichern. In immer noch besserer Stellung bot Jürgen seinem Gegner dann ein Remis an. Was dieser auch annahm. Geschafft!
Dass die Partie von Uwe am Ende auch mit einem Remis endete war für mich eine echte Überraschung. Ich hätte zwischenzeitlich nicht gewusst, auf wen ich setzen soll, aber das Unentschieden lag für mich nun wirklich nicht in der Luft.

Quelle: Niedersächsischer Schachverband
Quelle: Niedersächsischer Schachverband

Ein Spieltag kommt noch. Ich wünsche mir eine einfachere kommende Saison!

Fotos: © Hellern-Archiv 2022