Sechste verliert knapp gegen Fürstenau 2

Das Duell der Vierten gegen die Zweite der SG Osnabrück war nicht das einzige Spitzenspiel des Samstags mit Beteiligung Hellerns: In der 2. Kreisklasse trafen die 2. Mannschaft des SC Fürstenau und unsere 6. Mannschaft aufeinander, und der Gewinner wäre Tabellenführer. Es erging der Sechsten wie der Vierten: Am Ende gab es eine knappe Niederlage. Angesichts der riesigen Unterschiede in den nominellen Spielstärken aber ist das als großer Erfolg zu werten. Mannschaftsführer Norbert Soboitta berichtet.

Gestern ging es zu der mit Abstand am besten besetzten Mannschaft in der 2. Kreisklasse mit der Hoffnung, dass nicht alle Spitzenspieler dort eingesetzt werden. In der letzten Runde hatte Fürstenau Spieler eingesetzt, die eine DWZ von 988 bzw. 885 haben. Es kam schlimmer, viel schlimmer. Nachdem der Spielbericht ausgefüllt war, habe ich mir die DWZ der vier  Spieler von Fürstenau 2 angesehen. Sie lauteten 1399, 1440, 1401 und 1567!

Einzelergebnisse. Quelle: nsv-online.de

Erstmals spielten beide an Nr. 1 und 2 gemeldeten Spieler. Franz-Josef Fink wurde nachgemeldet und spielte deshalb mit einer DWZ von 1567 an Brett 4 erstmals in der 2. Kreisklasse.

Jonas Gernhardt
Philipp Kleemann

Manuel Janzen

Manuel Kamps

Manuel Kamps, der das erste Mal in der 6. Mannschaft eingesetzt wurde, hatte also den stärksten Gegner. Er spielte richtig gut, ruhig und überlegt aber gegen die Klasse seines Gegners konnte er nicht mithalten. Etwa zeitgleich setzte Philipp Kleemann Alexander Zilke (DWZ 1440) matt. Dieser übersah ein Mattbild von Dame und Springer auf b 7. So stand es 1 : 1.

Die beiden anderen Partien dauerten für Kreisklassenverhältnisse sehr lange. Manuel Janzen (bisher ohne DWZ) gegen Manfred Westing (DWZ 1401) spielte nach dem Mittelspiel mit Turm gegen Turm und Springer bei jeweils 3 Bauern, die sich gegenüberstanden. Nach dem Turmtausch musste Manuel erkennen, dass sein Gegner ihn in Zugzwang brachte. Es war nicht zu vermeiden, dass alle seine Bauern gefressen würden und gab die Partie zurecht auf. So spielte nur noch Jonas Gernhardt an Brett 1 gegen den Mannschaftsführer Wolfgang Meyer (DWZ 1399). Sie einigten sich in unübersichtlicher Stellung auf ein Remis. Ich hatte Jonas freie Hand gelassen; er sollte allein entscheiden ob weiterspielen oder das Remisangebot annehmen. Jonas willigte nach einigem Nachdenken in das Remis berechtigterweise ein.

Wir fuhren mit 1,5 : 2,5 Punkten aber mit einem guten Gefühl nach Hause wissend, dass wir gegen diesen übermächtigen Gegner mithalten konnten.

Norbert Sobotta

Wir haben einiges gelernt: Philipp lernte, dass auch ein Spieler mit einer DWZ von 1399 mal Fehler macht. Manuel Janzen lernte, wie unangenehm Zugzwang ist. Manuel Kamps lernte, dass der stärkste Gegner auch mal an Brett 4 sitzt. Jonas lernte, dass er gegen einen Gegner mit einem Plus von über 400 DWZ mithalten kann. Ich lernte, dass die Aufstellung des Gegners in den 3 Runden vorher manchmal nicht aussagekräftig ist.

Hellern 6 liegt nun auf einem immer noch hervorragenden zweiten Platz. Aber zwei weitere Mannschaften haben ebensoviele Mannschaftspunkte, so dass eine spannende letzte Runde bevorsteht. Dann geht es gegen die Dritte des TSV Riemsloh. Wir drücken die Daumen!