Kreisliga: Hellern 5 siegt mit 4:2 in Riemsloh

Der Tag begann nicht gut. Samstag morgen meldete sich unser sechster Spieler kurzfristig krank und ein Ersatz war nicht in Sicht. Leider konnte ich kurzfristig auch nicht den fehlenden Spieler ersetzen. Somit traten wir mit 5 Spielern und einem 0:1 Rückstand zum Auswärtsspiel gegen die Zweite Mannschaft aus Riemsloh an.

Franks Brett brannte am schnellsten

Stephan Niendieker

Aber wir waren erfolgshungrig und wollten den Sieg mit nach Hellern bringen. Somit entstanden schnell zweischneidige Partien auf den Brettern. Auch die Riemsloher suchten aktives Spiel.

Ein erster Rundblick über die Bretter lieferte mir folgendes Bild:

Das Brett von Frank Pfeifer brannte am schnellsten. Denn auch sein Gegner Lutz Kleyer scheint eine Vorliebe für das scharfe Spiel zu haben.

Andre Böhme hat eine etwas längere Wettkampfpause hinter sich und er benötigte ein wenig Zeit, um strategisch die richtige Aufstellung der Figuren zu finden. Aber er sah sich mit dem Drachen konfrontiert. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie stark Andre diese Stellung behandelt.

Konstantin Wißmann kam sehr aktiv mit guter Aufstellung der Figuren und Raumvorteil aus der Eröffnung.
Alfons Thöle wurde durch die eher unkonventionelle Eröffnung von Weiß gezwungen, sich tiefer in die Ideen der Stellung einzufinden.
Mit meiner Stellung war ich recht zufrieden, da ich etwas Entwicklungs- und Raumvorteil hatte.

Plötzlich hatte Andre gewonnen. Der Gegner patzte und verlor eine Figur und wie so oft folgte noch ein weiterer Fehler bei der Suche nach Gegenspiel. Turm mehr und bessere Stellung: das wollte sich der Gegner nicht weiter zeigen lassen.

Konstantin spielte richtig stark. Er baute seinen Raumvorteil aus. Die Figuren harmonierten und der Druck gegen die schwarze Stellung nahm zu. Dann gewann Konstantin einen zentralen Bauern, der gegen den drohenden Bauerndurchbruch schützen sollte. Dann ging es schnell, weil Konstantin auch taktisch richtig klug spielte. Ganz starke Leistung von Konstantin.

Mein Gegner hätte vermutlich in der Eröffnung einen Bauern für Entwicklung und Gegenspiel geben sollen. So fehlten jegliche Entwicklungsmöglichkeiten und ich konnte mein Figurenstellung optimieren. Dies führte dann zu einem Bauerngewinn in der deutlich aktiveren Stellung. Ein Verteidigungsspringer auf h8 hat – meine ich – historische Vorbilder, aber diese konkrete Stellung ist dann doch verloren.


Somit führten wir 3:1.

Dann ein Rückschlag. Frank verlor in einer von beiden Seiten ganz heißen Partie. Ein Zwischenzug von Frank drohte mit Damenverlust und zwei sofortigen Mattideen. Eigentlich nicht zu verteidigen. Aber Weiß war am Zug und eine Kombi mit einem Schach zu Beginn reichte, um als Erster Matt zu setzen. Eine wirklich spannende Partie.

Dann spielte noch Alfons, der die Stellung sehr gut behandelte und die weißen Angriffsideen gegen den König mit einem Angriff konterte. Nach dem Damentausch war die Stellung von Alfons angenehmer und Alfons nahm sich die Zeit, seine Stellung zu verbessern. Letztendlich konnte Weiß eine entscheidende Springergabel nicht verhindern.

Endstand 4:2 und damit frühzeitig in der Saison der erste Sieg.

Quelle: Schachbezirk Osnabrück-Emsland

Weiter geht es am 31.10 mit einem Heimspiel gegen die vierte Mannschaft vom OSV. Wir freuen uns über Zuschauer und möchten ähnliche spektakuläre Partien zeigen.